
Das Neorenaissanceschlößchen in Vysoká u Příbrami, der ausgedehnte Park, Rusalkas See, die Villa Rusalka sowie die wunderschöne Umgebung waren Inspirationsquellen des Komponisten Antonín Dvořák (1841-1904) während mehr als zwanzig Jahre seines schöpferischen Lebens.
Das Schloßareal in Vysoká u Příbrami, das 1878 durch Dvořáks Schwager Graf Václav Kaunitz errichtet wurde (Architekt Čeněk Gregor), ist der Öffentlichkeit ganzjährig zugänglich. Die Dauerausstellung aus dem Jahre 1994 stellt die ehemaligen Besitzer – das Ehepaar Kaunitz vor, ihr wesentlicher Teil ist jedoch dem Leben, Werk und Aufenthalt von Antonín Dvořák in Vysoká gewidmet. Im Schlößchen befindet sich ein Konzertsaal und eine Bibliothek, für Wechselausstellungen wird die neuerlich eröffnete Václav Kaunitz-Galerie verwendet. Im Jahre 1997 beteiligte sich die Gedenkstätte an der Schlußrunde des Wettbewerbs des Europäischen Museumspreises im Schweizer Lausanne.

In Vysoká u Příbrami, einer kleinen Gemeinde in malerischer bewaldeter Landschaft unweit des Hügellandes Brdy, fand für mehr als 20 Jahre sein zweites Zuhause einer der größten Genien der tschechischen Musik – Antonín Dvořák (1841-1904).
Dvořáks Schwager Graf JUDr. Václav Kaunitz, Besitzer der Herrschaft von Vysoká, ließ im Jahre 1878 am Waldrand ein Schlößchen mit ausgedehntem Park und kleinen Seen errichten, die heutige Antonín Dvořák-Gedenkstätte. Der Komponist kam hierher oft als Gast des Ehepaars Kaunitz und verweilte in dem Verwaltershaus am Rande des Wildparks. Im Jahre 1884, nach dem großen Erfolg in England, kaufte er von seinem Schwager das Grundstück mit der Speicher, den er bald in ein gemütliches Landhaus (Villa Rusalka) umgestaltete. Dort trieb er begeistert Obstgärtnerei und Gartenbau, züchtete Tauben und komponierte.
Mit dieser Umwelt ist die reife und beste Periode Dvořáks künstlerischen Schaffens unabdenkbar verknüpft. Mit dem Quartettsatz in F dur aus Oktober 1881 beginnend bis zur Oper Armida aus Juli 1903 komponierte, begann oder beendete er dort mehr als 30 neue Tonstücke und zahlreiche frühere bearbeitet er neu. Von den bedeutenden seien hier die Opern Dimitri, Jakobin, Die Teufelskäthe, Rusalka und Armida genannt, sowie das Oratorium Heilige Ludmila, die Kantate Die Geisterbraut, Requiem, Symphonien Nr 7 in d-Moll und Nr 8 in G-Dur, die zweite Folge der Slawischen Tänze, die Ouvertüren Mein Heim, In der Natur und Carneval, die Humoreske, symphonische Dichtungen Wassermann, Mittagshexe, Das goldene Spinnrad, Waldtaube, Heldenlied...
Vysoká bedeutete sehr viel für die Wiederbelebung der schöpferischen Phantasie Dvořáks. Antonín Dvořák selbst schreibt in seinen Briefen an Freunde: "Ich fühle mich hier sehr glücklich".

Die erste Dauerausstellung, wenn auch nicht sehr umfangreich, wurde der Öffentlichkeit bereits im Jahre 1963 zugänglich gemacht. Wegen der Grundrenovierung des Schlößchens und anschließend des anliegenden Parks (8 ha) war die Gedenkstätte in den Jahren 1990-1993 geschlossen. Seit Mai 1994 dient sie wieder der Öffentlichkeit als Museum, diesmals in allen drei Etagen. Für Wechselausstellungen wurde im Mai 2001 in den Kellerräumen die Václav Kaunitz-Galerie eröffnet.
Der Einführungsteil der ständigen Ausstellung macht mit der Persönlichkeit des ehemaligen Besitzers Graf Václav Robert Kaunitz und seiner Gemahlin Josephine (geb. Čermáková), einer bedeutenden Prager Schauspielerin bekannt. Der nächste und wesentlich umfangreichere Teil der Ausstellung, der Antonín Dvořák gewidmet ist, bringt Informationen über das Leben, Schaffen und den Aufenthalt des Komponisten in Vysoká. In einer ganz neuen architektonischen und künstlerischen Auffassung wird an die Bedeutung der Stelle und der Umgebung für Dvořáks Schaffen und Inspiration erinnert. Maketten der Bühnenausstattung ausgewählter Opern und Konstüme der Hauptdarsteller der Oper Rusalka runden die Dauerausstellung ab.
Die Besichtigung des Einführungsteils erfolgt mit einem Führer, die Dvořák-Ausstellung und die Austellungsräume werden individuell mit Musikbegleitung besucht. Neben der ständigen Musikproduktion bietet der gut ausgestattete Hörsaal den Interessenten mehr als 80 Tonaufnahmen von Dvořáks Werken.

| Januar, Februar, März, November, Dezember | Dienstag – Freitag | 10 - 15 Uhr |
| April, Mai, Juni, September, Oktober | Dienstag – Sonntag | 10 - 16 Uhr |
| Juli, August | Dienstag – Sonntag | 10 - 17 Uhr |
Die Besichtigung in anderen Terminen ist nach Voranmeldung möglich.
23. – 31. Dezember und 1. Januar
18. Mai – Internationaler Museumstag
Jederzeit für Mitglieder von ICOM
Erwachsene: 40 Kronen
Ermäßigter Eintritt: 25 Kronen (Schüler, Studenten, Behinderte)
Freier Eintritt: Kinder bis 6 Jahren




Ort der Inspiration Dvořáks zu seiner berühmtesten Oper, 400 m vom Schloß entfernt
Im Ostteil der Gemeinde, ursprünglich ein Schafstall, 1884 von A. Dvořák in ein Wohnhaus mit Garten umgestaltet, bis heute im Besitz der Familie des Komponisten
2 km von Vysoká entfernt, Hochzeitsstelle des Grafen V. Kaunitz und der Schauspielerin Josephine Čermáková (1877), Ziel häufiger Spaziergänge des Komponisten (der Kirche widmete er die Orgel)
Marienwallfahrtsort mit Barockareal, eines der Themen des Schaffens des Komponisten
Památník Antonína Dvořáka
Vysoká u Příbrami 69
262 42 p.Rožmitál p.Tř.
tel./fax: +420 318 618 115
e-mail: pamatnik@antonindvorak.cz
http://www.antonindvorak.cz
Vladimíra Šplíchalová - director
tel./fax: +420 318 618115
e-mail: director.pamatnik@antonindvorak.cz

60 km südlich von Prag
(Richtung Strakonice – Příbram – Rožmitál p. Tř.)
Hotel Starosedlecký Hrádek
Starosedlecký Hrádek 1 Hotel U bílého lva
Havlíčkova 178 Hotel Modrý Hrozen
nám. Masaryka 143 |
Hotel Belvedere
Legionářů 401 Hotel Asia
Gen. Khola 180 Penzion Kunc I a II
26241 Láz 215 u Příbrami |
Penzion Dlouhá
Dlouhá 96 Penzion, Gaststätte - Michal Grosman
26243 Věšín 60 |
Komenského 20, 273 71 Zlonice, Tel. +420 312 591244